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das jüdische Viertel in Prag

Das jüdische Viertel in Prag

Nahrung für Körper, Seele und Geist versprechen die Angebote der Wellness-Hotels in Prag – und das wirklich nicht zu Unrecht. Kaum eine Stadt atmet die Geschichte so wie Prag, begegnet der Besucher auf kunst- und kulturhistorisch Bedeutsames. Beispielsweise das Jüdische Viertel, die sogenannte Josefstadt, in der Nähe des Altstädter Rings an der Pariser Straße: Das Viertel zieht täglich Tausende von Touristen an, die sich die beeindruckenden Monumente jüdischen Lebens seit dem 9. Jahrhundert nicht entgehen lassen wollen. Die jüdische Bevölkerung von Prag hat über Jahrhunderte in diesem Gebiet gewohnt und ist im 2. Weltkrieg nahezu ausgerottet worden. Die wichtigste Sehenswürdigkeit der Josefsstadt ist der der Alte Friedhof, der bereits in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts angelegt wurde. Aufgrund der hohen Mauern ist für den „Außenstehenden“ leider kaum ein Blick zu erhaschen, wer die ca. 12.000 jahrhunderte alten Grabsteine besichtigen möchte, der muss Eintritt bezahlen. Bekanntestes Symbol jüdischen Lebens in Prag ist die Altneusynagoge, die älteste noch erhaltene in ganz Europa. Sie dient noch heute der jüdischen Gemeinde als Gotteshaus. Die Synagoge wurde im letzten Drittel des 13 Jahrhunderts erbaut und ist einer der bedeutendsten Beispiele für eine zweischiffige mittelalterliche Synagoge. Die Pinkas-Synagoge/ Pinkas-Schule wurde nach dem 2. Weltkrieg umfassend renoviert und zu einer Gedenkstätte des Holocaust umgestaltet.

Die Wände sind mit nahezu 80.000 in Stein gehauenen Namen böhmischer und mährischer Juden, ihrem Geburtsdatum und ihrem Deportationsdatum beschrieben. Im ersten Stock der Synagoge sind Zeichnungen jüdischer Kinder aus dem Konzentrationslager Theresienstadt ausgestellt. Heute zählt die jüdische Gemeinde Prags nach unterschiedlichen Angaben zwischen 1.000 und 1.600 Menschen. Viele Touristen wandeln in der Josefsstadt auch auf den Spuren von Franz Kafka, dessen Geburtshaus „Zum Turm“ leider 1902 abgerissen wurde.

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