Die Lagunenstadt Venedig ist reich an Kirchen. Die Baustile reichen dabei von der Romantik bis hin zum Barock. Dabei ist der venezianischen Ziel bis hin nach Zypern anzutreffen, wobei die venezianische Sakralarchitektur konservativ und selbstbewusst daher kommt. Die herausragendste Kirche von Venedig ist natürlich der Markusdom. Dieser Bau ist ein ursprünglich im byzantinischen Stil erbauter Schrein, der die Gebeine des Evangelisten Markus aufgenommen hat. Dabei war der Markusdom auch zugleich die Staats- und Palastkirche der Dogen von Venedig.
Die älteste Kirche Venedigs ist die San Giacomo di Rialto, wobei auch hier wie an vielen anderen Kirchen in Venedig im Laufe der Zeit starke bauliche Veränderungen vorgenommen worden sind. So wurde zum Beispiel auch die Kirche San Polo, ursprünglich entstanden im 9. Jahrhundert, im 14. und 15. Jahrhundert umgebaut, und zwar im gotischen Stil. 1804 wurde die Kirche abermals weitgehend umgebaut.
Im 13. Jahrhundert entstanden in Venedig durch die Bettelorden der Dominikaner und Franziskaner große Bauwerke, wie die Santa Maria Gloriosa dei Frari und die Santi Giovanni e Paolo. Im 14. Jahrhundert hingegen entstand die gotische Kirche La Madonna dell’Orto, deren Fassade im 15. Jahrhundert vollendet wurde. Die San Michele in Isola hingegen ist der erste Sakralbau der Renaissance. Die Kirche Santa Maria Formosa ist aber wohl die bekannteste Renaissancekirche Venedigs. Die Kirche Santa Maria della Salute erbaute man in Venedig hingegen nach der Pest, die in Venedig des 17. Jahrhunderts ebenfalls viele Menschenleben forderte.
Immer wieder waren es private Geldgeber, die für die Fertigstellung von Kirchen in Venedig sorgten. Geldmittel von wohlhabenden Patriziern flossen zum Beispiel auch für die Vollendung der Kirche San Moisè und Santa Maria Zobenigo. In diesen befinden sich die Grabmäler ihrer edlen Stifter.
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